Die Totemtiere der Indianer:

Der Skunk

Der Skunk verfügt über ein gesundes Selbstvertrauen. Sein ganzes Verhalten zeigt die ruhige Sicherheit eines Wesens, das sich seiner Kraft und Macht bewußt ist. Obwohl es über keine wirklich gefährliche Waffe verfügt (hihi es sei denn man denkt an die Skunkfrauen), wirkt es auf Tiere und Menschen dennoch respekteinflößend, denn es bedroht den Gruchsinn. Personen mit der Kraft des Skunks haben Charisma. Ihre Ausstrahlung zieht Gleichgesinnte mit ähnlicher Energie an, so wie auch der Geruch anziehend auf Artgenossen ist. Dieses kleine Tier kann uns lehren, vollkommen zu uns selbst zu stehen und einen gesunden Stolz zu entwickeln. Da sich unsere Einstellung auch in der Haltung ausdrückt, ziehen wir automatisch andere ähnlich geartete Menschen an, und stoßen diejenigen die nicht zu uns passen oder nur unsere Kraft ausnutzen wollen, automatisch ab.

Der Falke


Der Falke ist der Bote unter den Tieren. Durch den Schrei des Falken wird immer ein besonderes Ereigniss angekündigt, das entweder mit Freude oder Gefahr verbunden ist. Es ist wichtig die gegenwärtige Situation genau zu beobachten und wenn nötig mutig zu handeln.
Der Falke bringt auch die Botschaft, die Hand aus zu strecken und die Geschenke des "Großen Geistes" anzunehmen, die zwar schon bereit gehalten aber vielleicht noch nicht gesehen oder erkannt wurden.
Menschen mit der Falkenkraft sind scharfe Beobachter, denen nicht das kleinste Detail entgeht, ohne das sie den Überblick für das Ganze verlieren. Sie erkennen die Zeichen und empfangen die Hinweise aus den anderen Welten. Wann immer man den schrillen Schrei des Falken vernimmt, sollte man aufmerksam sein! Man sollte sich eine bessere Perspektive verschaffen um die Botschaft die er bringt richtig deuten zu können.

Otter


Der Otter entspricht der weiblichen Energie. Seine Elemente , Erde und Wasser, sind auch die der Frauen. Diese ausgleichende Kraft läßt ihn den ganzen Tag fröhlich umhertollen und mit seinen Jungen spielen. Niemals würde der Otter einen Kampf beginnen, denn Angriffslust und Unausgeglichenheit sind ihm fremd. Er geht freundlich und neugierig auf jedes Wesen zu. Nur im Falle eines Angriffs ist er bereit sich zu verteidigen.
Die Statur des Otters entspricht ebenfalls dem indianischen Idealbild der Weiblichkeit. Menschen mit Otterenergie leben ohne Kontrollzwang und Machtspiele. Sie lassen sich im Wasser des Lebens treiben ohne sich an materielle Güter zu binden. Das ist die machtvolle Energie der Frauen.

 Wolf


Der Wolf wird dem Planeten Sirius zugeordnet, von dem der Legende nach die Lehrer der alten Zeit stammen.
So ist auch der Wolf ein Lehrer, der nach seinen ausgedehnten Streifzügen zu seinem Rudel zurück kehrt, um über neue Beobachtungen und Erfahrungen zu berichten. Er lebt in engem Familienverband, ohne jedoch seine Eigenständigkeit aufzugeben. Der Wolf wählt einen Partner für ein Leben lang. Indem der Wolf den Mond anheult, verbindet er sich mit seiner Kraft, der spirituellen Energie und dem Unbewußten, dem das gesamte Wissen zugänglich ist. Der Wolf kann Kraft geben um zum Lehrer für andere zu werden.

Bär


Der Bär verkörpert die Selbstbeobachtung, da er sich jeden Winter in eine Höhle zurück zieht, um die Ereignisse des Jahres zu verdauen. Er begibt sich in das große Schweigen, die große Leere, in der die Antworten auf alle Fragen zu finden sind. Viele Menschen wählen den Weg des Schweigens um ihrem eigenen "Selbst" näher zu kommen. Der Bär zieht sich im Winter in die Traumwelt zurück und wird im Frühling wiedergeboren.
Die Lehre des Bären zeigt, wie wichtig es ist, sich Beizeiten von der lauten Welt und der eigenen Gedankenflut zurückzuziehen. Denn in der Stille werden alle Fragen und Lösungen von Problemen erkannt.

Eichhörnchen


Das Eichhörnchen ist ein Sammler. Es betreibt Vorratshaltung und ist für alle Eventualitäten gewappnet. Indem es verschiedene Verstecke für seine Reserven anlegt, wird es auch mit Sicherheit den längsten Winter überleben. Weitere typische Eigenschaften sind seine Anpassungsfähigkeit und seine Schnelligkeit. Seine Täuschmanöver sind einzigartig. Eichhörnchenmenschen fält es schwer ruhig sitzen zu bleiben oder zuzuhören. Zeigt sich das Eichhörnchen in Träumen, so ist dies ein Hinweis , sich auf die Zukunft vorzubereiten, seine Kräfte einzuteilen und sich auf Veränderungen einzustellen. Dazu gehört auch sich von Ballast zu befreien.

Schildkröte


Die Schildkröte ist die Verkörperung der Mutter Erde. Der Panzer ist ihr Schutzschild. Mit ihrem langsamen Gang warnt die Schildkröte davor, Dinge zu übereilen und lieber auf den richtigen Zeitpunkt zu warten. Sie läßt ihre Eier in der Sonne ausbrüten und weist darauf hin wie wichtig es ist, seine Gedanken im Verborgenen reifen zu lassen, bevor man sie mitteilt. Die Lehre der Schildkröte ist auch, immer mit den Füßen auf dem Boden zu bleiben. Außerdem zeigt sie wie man seine Gefühle schützt und sich in sich selbst zurück zieht. Allerdings schnappt sie zu wenn sie bedrängt wird.

Biber


Der Biber vermittelt Fleiß und Gemeinschaftssinn. Er ist ein Baumeister. Die Biberkraft hilft, seine Vorstellungen und Träume in die Tat umzusetzen. Der Biber hat einen ausgeprägten Familiensinn. Er ist ein sehr wehrhaftes Tier, das mit Hilfe seiner scharfen Zähne immerhin in der Lage ist Bäume zu fällen. Das deutet auf die Notwendigkeit hin, sein erschaffenes Werk zu beschützen. Die Biberkraft kann auch aufgerufen werden um für Probleme Lösungen zu finden, denn der Biber rät, sich viele Möglichkeiten offen zu lassen. Seine Bauten verfügen stets über mehrere Ausgänge. Er folgt dem Grundsatz: "Wo eine Tür geschlossen ist, steht eine andere offen". Niemand sollte sich der Vielzahl seiner Möglichkeiten beschränken.

Eule


Die Eule ist das Symbol der Magie und der Hellsichtigkeit. Vielerorts wird sie auch als Nachtadler bezeichnet. Sie kann selbst in der Nacht noch fantastisch sehen und verfügt über ein außerordentlich gutes Gehör. Ihre Opfer können sie nicht hören, da Eulenfedern einen geräuschlosen Flug ermöglichen. Es ist fast unmöglich etwas vor Eulenmenschen geheimzuhalten, da sie jeden Hintergedanken sofort durchschauen. Diese Fähigkeit macht sie bei anderen oft unbeliebt und gefürchtet. Die Eule ist das Wesen der Weisheit, da sie Dinge sehen und hören kann , die anderen entgehen. Sie hilft die Wahrheit zu erkennen und Fingerzeige des Schicksals zu deuten.

Wiesel/Hermelin


Das Wiesel sieht hinter die Masken und erkennt die vielen Kleinigkeiten die zu einem großen Ereignis führen. Deshalb war es früher üblich das Könige Hermelinpelze trugen. Menschen mit der Kraft des Wiesels werden häufig unterschätzt, da es ihnen ihre Diskretion gebietet, ihre Erkenntnisse zu verbergen. Durch die scharfe Beobachtungsgabe wissen sie immer was die Konkurrenz vorhat. Trotzdem ist das Wiesel ein schwieriger "Macht-Totem". Oft fühlen sich Menschen mit der Wiesel Energie für Dinge die sie bei anderen bemerken, mitverantwortlich. Viele wollen auch einfach in Ruhe gelassen werden, oder es treibt sie gar in die Einsiedelei. Denn zuviel Wissen kann einsam machen und belasten. Man kann die Wieselkraft anrufen um die Hintergründe eines Problems zu erfahren.

KOJOTE


Der Kojote ist ein hinterhältiger Schelm und er ist heilig. Ständig ist er damit beschäftigt, sich und andere herein zulegen. Immer wieder verfängt er sich in seiner eigenen Falle, um sich doch wieder aus ihr unversehrt zu befreien. Da er jedoch nie aus seinen Fehlern lernt, verstrickt er sich immer wieder in die unmöglichsten Situationen. Nur seine Eigenschaft ein Lebenskünstler zu sein bewahrt ihn davor ernsthaft Schaden zu nehmen. Wem die Kojotenkraft zu eigen ist, macht sich selbst unentwegt zu Clown und gerät scheinbar unverschuldet in die verrücktesten und schwierigsten Lagen. Dann ist es wichtig über sich selbst lachen zu können.  Der Kojote hält einem den Spiegel vor und führt uns die eigene Verücktheit vor Augen. Keiner ist so geeignet wie er, erstarrte und ernste Gesellschaften mit Eleganz und Unbekümmertheit gründlich aufzumischen.

Quelle: TOTEM -HEIKE OWUSU